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Betreuungskommunikation im Einsatz immer noch schlecht
Geschrieben von: Frank Eggen   
Sonntag, den 23. August 2015 um 18:00 Uhr

Logo: NDR-Info: Streitkräfte und StrategienNDR Info berichtete in seiner Sendung „Das Forum Streitkräfte und Strategien“ vom 22.08.2015 wieder über Probleme mit der Betreuungskommunikation im Einsatz. Wo andere moderne Streitkräfte weniger Probleme haben, kommt die Bundeswehr offenbar nicht wirklich voran. Angriff auf die Seele greift dieses Thema schon seit 5 Jahre immer wieder auf. Ist die Betreuungskommunikation doch ein wichtiger Faktor für die Psyche der Soldaten im Einsatz. Peter Bartels ist der dritte Wehrbeauftragte, der das Thema bemängelt. 

Das Kommunikationsverhalten hat sich in unserer Gesellschaft grundlegend. Es ist heute selbstverständlich zu jeder Zeit eine Nachricht an Freunde oder Angehörige schicken zu können. Das Internet ist hierfür besonders geeignet. Via E-Mail, Chat, Skype oder Hangout mit den Angehörigen zu kommunizieren scheint für viele Soldaten in den Einsatzgebieten immer noch ein großes Problem zu sein. Oft müssen Sie zusehen wie es befreundete Streitkräfte besser können.Dieses verwundert umso mehr, wenn man bedenkt, dass der Bundestag bereits 2012 in einem fraktionsübergreifenden Beschluss das Verteidigungsministerium aufgefordert hat, diese Probleme der Betreuungskommunikation zu beseitigen. Bildtelefonie für alle, kostenloses Internet und Telefonieren für Soldaten im Auslandseinsatz – das waren die Vorgaben des Bundestages an die Führung der Bundeswehr (Drucksache 17/8895, PDF).

"Zum 1. Juli 2015 wird die Telefonie auf See sowie die Internetnutzung während der Hafenaufenthalte kostenfrei bereitgestellt. Für die Videotelefonie auf See wurden Maßnahmen zur Schaffung der technischen Voraussetzungen eingeleitet. Mit diesen Maßnahmen wird sich die Betreuung im Einsatz spürbar verbessern.", so schrieb die SPD-Bundestagsfraktion noch am 25. Februar 2015 auf ihrer Internetseite.

Was aus Sicht der NDR Info Redaktion "Streitkräfte und Strategien" bisher daraus geworden ist, kann man sich im Podcast unter http://www.ndr.de/info/podcast2998.html anhören.


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Foto: NDR
Text: Frank Eggen