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Angehörigengruppen besser koordinieren
Geschrieben von: Frank Eggen   
Montag, den 27. Oktober 2014 um 13:38 Uhr

Foto von Beatrice TomelzikBeatrice Tomelzik möchte PTBS Selbsthilfe-Angehörigegruppen weiter fördern und bietet ihre Dienste für eine bessere Koordinierung an. Über die E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  möchte Sie die Vernetzung und Vermittlung fördern. Hilfesuchende können dort nach Gruppen anfragen und bestehende Selbsthilfegruppen können sich bei Ihr melden. Beatrice Tomelzik wendet sich in einem offenen Brief an Betroffene und entsprechende Selbsthilfegruppen.



Liebe Angehörige von einsatzgeschädigten Soldaten,


am 07.10.2014 fand in Koblenz die erste Angehörigengruppe statt. Das war eine beeindruckende Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass viele Angehörige nur auf solch ein Angebot warten und einfach froh und dankbar sind, sich endlich nicht mehr auf verlorenem Posten zu fühlen.

Deshalb meine Idee: Ich möchte euch helfen, euch untereinander zu vernetzen und weitere Angehörigengruppen auf den Weg bringen. Gern kann ich bei Bedarf auch Informationen zu psychosozialen Unterstützungsangeboten der Bundeswehr vermitteln.

Ich weiß, wie es ist, sich allein und unverstanden zu fühlen, sich ständig rechtfertigen zu müssen und dennoch die Kraft aufzubringen, den Alltag zu meistern und den Betroffenen den Rücken freizuhalten. Aber ich darf gerade auch erfahren, wie gut es tut, jemanden in seiner Nähe zu wissen, der dasselbe Schicksal teilt.

Vielleicht gelingt es uns, auf dieselbe Art und Weise wie hier in Koblenz, Angehörige zusammenzubringen und so den Austausch zu ermöglichen. Es wäre schön, wenn wir es auf diesem Wege schaffen, professionell geleitete Angehörigengruppen auch in die Fläche zu bringen. Ich bin gern bereit, dieses Anliegen zu gegebener Zeit auch bei den entsprechenden Stellen vorzutragen.

Und so funktioniert es: Ihr kontaktiert mich (E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und teilt mir euren Vornamen, Nachnamen und eure Postleitzahl mit. Ich melde mich bei euch und lasse euch wissen, ob es jemanden in eurer Nähe gibt. Ihr entscheidet ob bzw. wann ihr in Kontakt treten wollt. Ihr könnt selbstverständlich auch jederzeit darum bitten, dass eure Daten wieder gelöscht werden. Alles kann, nichts muss! Ihr entscheidet!

Ich würde mich freuen, wenn ihr den Mut findet, euch bei mir zu melden. Ich freue mich auf euch und bin gespannt auf die Resonanz zu diesem Vorstoß.


Herzliche Grüße,
Beatrice Tomelzik


P.S. Dieses Angebot richtet sich selbstverständlich auch an alle Angehörigen von im Dienst verwundeten Bundeswehrangehörigen.