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Wie aus Liebe sterben – Briefe von der Heimatfront
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, den 16. Februar 2011 um 15:00 Uhr

Soldat im Einsatzland liest einen Brief aus der Heimat (Quelle: PIZ Heer)Das Internetforum www.frauzufrau-online.de startet ein Buchprojekt mit dem Arbeitstitel „Wie aus Liebe sterben – Briefe von der Heimatfront“ auf das wir gerne hinweisen möchten. Dieses Projekt möchte den Stimmen aus der Heimat, den Berichten über Haus und Beruf, über Kinder und Eltern, über die Erlebnisse in der Gesellschaft, die den Krieg nur aus den Medien kennt, vor allem jedoch über die Gefühle der Daheimgebliebenen einen Raum geben.

 

 

Projektbeschreibung

Feldpost. Ein Begriff, mit dem bisher fast ausschließlich die Briefe von Soldaten in die Heimat bezeichnet wurden. Aber dieses Wort beschreibt für viele Soldaten genauso den Moment, in dem sie Briefe oder andere Sendungen von ihren Angehörigen bekommen. Bisher befassten sich die Historiker vor allem mit den Erfahrungen und Gefühlen von Soldaten in den Kriegen. Besonders der Erste und Zweite Weltkrieg boten hierfür eine Fülle an Material aus den Millionenheeren in Europa und weltweit. Feldpost wurde traditionell als „Briefe von der Front“ verstanden. Aber zu einem Briefwechsel gehören immer zwei. Die Feldpost befördert auch die Briefe auf dem umgekehrten Weg von den Angehörigen zum Kriegsschauplatz. Bislang waren die Briefe „von der Heimatfront“ eher von wenig Interesse. Was Frauen und Mütter, Männer und Väter, Geschwister und Kinder den Soldaten mitteilen, wie sie ihre Angehörigen beim Überleben und Verarbeiten der Extremsituation Krieg unterstützen, diente immer nur als Hilfskonstruktion für das Nachvollziehen des Fronterlebnisses.

Soldaten lesen in Kundus Briefe aus der Heimat (Quelle: PIZ Heer)Das Bild des Krieges hat sich gewandelt. War es in den Weltkriegen eher die Regel, „Soldatenfrau“ zu sein, so ist sie in der heutigen Postmoderne in der Minderheit. Darüber hinaus wird durch die weitgehende gesellschaftliche Ablehnung alles Militärischen eine bereits durch die Abwesenheit und die Angst um den Angehörigen schwierige Situation weiter belastet. Für das „Zwei-Fronten-Erlebnis“ der Soldatenfrau hat kaum jemand Verständnis. Wie wir wissen, leidet nicht nur die Seele des Soldaten im Einsatz. Auch die Angehörigen leiden unter der einsatzbedingten Trennung und den Ängsten um ihre Liebsten. So dienen die Briefe, die mit der Feldpost befördert werden, auch an der Heimatfront als Überlebensstrategie.

 

Machen Sie mit!

Logo: www.frauzufrau-online.deKatrin Schwarz ist die Initiatorin dieses Projektes und würde sich als Herausgeberin des geplantes Buches über ihre Unterstützung freuen. Sie können mit Ihren Briefen an einen Angehörigen im Auslandseinsatz bei diesem Projekt helfen. Die Vorgehensweise zur Einsendung und Anonymisierung finden Sie im beigefügten Merkblatt. Der Erlös des Buchprojekts kommt dem Internetprojekt frauzufrau-online.de, das seit10 Jahren durch mich betrieben wird, zu Gute.

 

Kontakt
Katrin Schwarz
Andreasstraße 14
55743 Idar-Oberstein
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Weitere Informationen auf den Seiten von www.frauzufrau-online.de:

Text: Schwarz/Eggen
Bild: M.Ruhr/PIZ Kundus