Home Informationen Aktuelles Pokern für die Seele
Pokern für die Seele
Geschrieben von: Dieter Hollinde   
Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 20:13 Uhr

Bild: Tino Finn, Boris Schmuda und Dieter Hollinde bei der Scheckübergabe im Soldatenheim Munster.(v. links)„MASH-Poker" der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) bietet den Soldaten in den Betreuungsstandorten der EAS die Möglichkeit, Ihrer Pokerleidenschaft nachzugehen. Bei den Turnieren der vergangenen Monate wurde zudem durch die Pokerspieler eine Summe von 700 Euro an Spendengeldern angesammelt, die am gestrigen Mittwoch an die Initiative „Angriff auf die Seele" übergeben werden konnte.

Seit April 2007 ist „Mash-Poker" in den Soldatenheimen der EAS e.V in Deutschland ein fester Begriff für die Soldaten, die gern ein Blatt in die Hand nehmen. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Soldaten zu den Turnieren in den Soldatenheimen um einen schönen Abend beim Kartenspielen zu verbringen. Was früher Skat und Doppelkopf waren, ist heute das Pokern.

Die derzeitige Tour läuft bereits seit dem September vergangenen Jahres und wird im kommenden Mai ihren Abschluss in einem großen Endturnier finden, wo die besten 100 Spieler der laufenden Tour noch einmal zusammenkommen. Insgesamt haben in den letzten sechs Monaten über 700 Spieler an den Turnieren teilgenommen. Hiervon waren ca. 90 % Soldaten aller Dienstgradgruppen vom Gefreiten bis zum Oberstleutnant.


Bild: Tino Finn, Boris Schmuda und Dieter Hollinde bei der Scheckübergabe im Soldatenheim Munster


Der Leiter des Projektes „MASH-Poker", Tino Finn, konnte bei den letzten Turnieren durch Teile des Spielbeitrages der Soldaten und sogenannte „Charity-Tische" Spenden in Höhe von 700 Euro ansammeln, die die EAS e.V. und „MASH-Poker" gestern am Rande des Turniers im Soldatenheim Munster an Hauptfeldwebel Boris Schmuda von der Initiative „Angriff auf die Seele" übergeben konnte.

Die Initiative wird derzeit durch die Evangelische und Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung unterstützt. Fachliche Beratung und Unterstützung erfährt sie durch den Oberstarzt Dr. med. Peter Zimmermann vom Bundeswehrkrankenhaus in Berlin.

Boris Schmuda, der in Vertretung des erkrankten Initiators, Hauptfeldwebel Frank Eggen, die Spende entgegennahm, bedankte sich im Namen der Initiative für die Spende. Schmuda, der im Jahr 2007 in Kunduz bei einem Selbstmordanschlag den Tod von Kameraden erlebt und selber schwere Verletzungen erlitten hatte, sagte, dass die 700 Euro zur Erstellung eines Ratgebers genutzt werden sollen, der vor allem Familienangehörige informieren und sensibilisieren soll.


Weitere Informationen im Internet:


Text/Bild: Dieter Hollinde