Home Informationen Aktuelles Offene Fragen
Offene Fragen
Geschrieben von: Frank Eggen   
Freitag, den 29. Januar 2010 um 11:18 Uhr

Titelbild der Zeitschrift KompassIn der Februarausgabe der Zeitschrift „Kompass – Soldat in Welt und Kirche“ schreibt der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, in seiner monatlichen Kolumne über Selbsttötungen in der Bundeswehr. Jährlich erreichen ihn etwa 15, im Jahr 2009 sogar 24 „Besondere Vorkommnisse“ dieser Art.


Robbe schreibt: „In den wenigsten Fällen gibt es Abschiedsbriefe. Meist jedoch waren es offenbar Beziehungsprobleme, die zum Suizid führten. In einigen Ausnahmefällen lassen sich auch dienstliche Bezüge zum Freitod nicht ausschließen. Unabhängig von der Frage der Beweisbarkeit von Behauptungen und Vermutungen – beispielsweise mit Blick auf Mobbing durch Vorgesetzte oder Kameraden – ist es für die hinterbliebenen Angehörigen nur schwer zu akzeptieren, wenn offene Fragen zurückbleiben, weil Sachverhalte letzten Endes nicht ganz geklärt werden konnten.“

Er berichtet über einen Oberfeldwebel, der im Einsatz durch Selbsttötung ums Leben gekommen ist. Als nächste Angehörigen hatte der Kamerad seinen Kompaniefeldwebel angegeben.

Die Kolumne ist in meinen Augen ein Aufruf, dass wir gegenseitig besser auf uns aufpassen und Signale entsprechend ernst nehmen müssen. Das gilt für aktive Soldaten und insbesondere auch für unsere Reservisten nach Einsätzen.

Studien haben vor Kurzem ergeben, dass ein Fünftel der jährlich 30.000 Selbsttötungen in den USA von Kriegsveteranen begangen werden, so der zuständige US-Minister (Secretary of Veterans Affairs) Eric Shinseki kürzlich auf einer Konferenz in Washington.


Weitere Informationen: