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Offener Brief von Psychotherapeuten, Psychologen und Ärzten
Geschrieben von: Frank Eggen   
Montag, den 31. August 2009 um 17:42 Uhr

Ärzte und Psychotherapeuten torpedieren die Bemühungen der Bundeswehr, traumatisierten Soldatinnen und Soldaten weitere zivile Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. Etwa 200 Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten haben sich in einem Offenen Brief an den Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung gegen eine „sogenannte“ Instrumentalisierung für den Krieg in Afghanistan ausgesprochen.

In dem Brief heißt es: "Wir Ärzte und Psychotherapeuten lehnen die Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Afghanistan ab", zudem heißt es: "Der Krieg selbst ist bereits Ursache schwerer Traumatisierungen in der afghanischen Bevölkerung und nun auch zunehmend bei deutschen Soldaten im Kriegseinsatz. Die Politik erweckt den Eindruck, ein posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS) lasse sich per Psychotherapie dauerhaft beheben".

Um diese Thesen öffentlichkeitswirksam zu thematisieren, soll der Anti-Kriegstag am 1. September herhalten. Möglich ist aber auch, dass man die Bundestagswahl im September als Plattform für politischen Aktionen wählt.

Es ist anzunehmen, dass durch diese bundesweiten Aktionen die Ärzteschaft aufgefordert werden soll, die medizinische Hilfe zu verweigern, nach denen die Bundeswehr händeringend für ihre Soldatinnen und Soldaten sucht. Denn erst nach dem Versuch der Bundeswehr, im zivilen Umfeld Behandlungskapazitäten für traumatisierte Soldatinnen und Soldaten zu finden, hat die Aktion der 200 Ärzte und Therapeuten begonnen. Wie diese Einstellung mit der ärztlichen Ethik zu vereinbaren ist, wird nicht erklärt.

Auf einigen Internetseiten wird der Eindruck erweckt, dass die Initiative „www.angriff-auf-die-seele.de“ durch das Bundesministerium der Verteidigung geschaltet werde. Richtig ist jedoch, dass die Initiative privat organisiert ist und in keiner Weise der Bundeswehr untersteht. Sie ist und bleibt unabhängig und nur den Soldatinnen und Soldaten verpflichtet, die im Einsatz und für unser Land ihre Gesundheit und auch ihr Leben riskieren und Hilfe suchen.

Unsere Soldatinnen und Soldaten haben Anerkennung und Unterstützung für ihre Leistungen verdient, keine politisch motivierte Verweigerung medizinischer Hilfe. Mit ärztlicher Ethik und sozialer Verantwortung hat die Haltung dieser Mediziner und Therapeuten nicht viel zu tun.


Weitere Informationen und Quellen im Internet: