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USA: Präsident Obama erklärt die Bekämpfung der Posttraumatischen Belastungsstörung zur Aufgabe mit Priorität
Geschrieben von: Frank Eggen   
Donnerstag, den 06. August 2009 um 09:53 Uhr

Obama mit Minister Shinseki im Weißen Haus (Foto: White House)US-Präsident Barack Obama traf am 5. August 2009 den Minister für Veteranenaufgaben, Eric K. Shinseki, im Weißen Haus. In dem Gespräch ging es hauptsächlich um die PTBS- Problematik bei den aktiven US-Soldaten und US-Veteranen.

Obama ist hoffnungsvoll, dass die Aufstockung der US-Truppen in den Krisengebieten die Einsatzbelastung der Soldaten senken wird. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Einsatzstress und der Häufigkeiten von PTBS-Erkrankten Soldaten in den US-Streitkräften. Zudem sollen die Operationen im Irak stufenweise gesenkt werden. Dagegen steigen aber die Belastungen der Soldaten in Afghanistan.

Präsident Obama hat deshalb US-Verteidigungsminister Gates ermächtigt, die aktive Truppenstärke, temporär mit Beginn im Januar 2010, um 22.000 zu erhöhen.

Als ersten Schritt möchte Obama die Erkennung von Soldaten mit Symptomen einer PTBS erhöhen. Zweitens soll das Stigma beseitigt und das Screening / die Beobachtung verbessert werden.

Als dritten Schritt kündigte der Präsident bessere Versorgung für betroffene Soldaten und Veteranen an. Dafür soll die US-Veteranenorganisation die höchste Haushaltsmittelaufstockung der letzten 30 Jahre erhalten. „Geld löst das Problem nicht alleine, aber damit können wir mehr Berater, Fachleute und psychische Behandlungsmöglichkeiten realisieren“, so Obama.

Shinseki merkte an, dass im letzten Jahr über 150.000 Anrufe bei der Selbstmord-Hotline eingingen. Diese Hotline wird von professionellem medizinischen Personal betreut. In 3.200 Fällen konnte die Hotline den Selbstmordprozess von Betroffenen stoppen.

Diese Hotline steht auch für Angehörige zur Verfügung. So hatte sich eine beunruhigte Mutter bei der Hotline gemeldet, dessen Soldat in Bagdad stationiert war. So konnte dem Sohn noch rechtzeitig geholfen werden.

Die bessere finanzielle Ausstattung soll unter anderem in bessere Forschung investiert werden. „Wir wissen zwar schon viel über PTBS, aber leider noch nicht genug“, so Shinseki.

Besonders für junge Menschen ist es ein Problem sich psychische Krankheiten einzugestehen, auch hier will die Veteranenorganisation das Screening verbessern.

Es gibt in den USA etwa 131.000 obdachlose Kriegsveteranen. Viele von ihnen sind wegen unentdeckter PTBS-Symptome in die Abwärtsspirale geraten.

Foto: White House

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