Home Informationen Aktuelles Preview: Willkommen zuhause. Großer Bahnhof bei der ARD in Berlin!
Preview: Willkommen zuhause. Großer Bahnhof bei der ARD in Berlin!
Geschrieben von: Redaktion   
Sonntag, den 18. Januar 2009 um 22:09 Uhr

Das ARD Hauptstadtstudio in Berlin - Foto: F.EggenAm 15. Januar 2009 um 19 Uhr lud die ARD rund 250 Gäste aus Gesellschaft, Bundeswehr und Medien zu einer Preview in das ARD Hauptstadtstudio. Es handelte sich um den Film - Willkommen zuhause – der am 02. Februar 2009 um 20:15 Uhr in der ARD gezeigt werden soll.

„Im ARD Hauptstadtstudio in Berlin ist normalerweise kein Platz für fiktive Geschichten, hier spielen nur Fakten und Themen der realen aktuellen Politik des Landes eine Rolle. Aber die bewegende Geschichte des jungen Bundeswehrsoldaten Ben Winter im Film - Willkommen zuhause - ist hoch aktuell und orientiert sich an der Realität junger deutscher Soldaten im Einsatz. Deshalb ist hier in Berlin genau der richtige Ort für diese Preview“. Mit diesen Worten begrüßte der Intendant des Südwestfunks (SWR) Peter Boudgoust die Gäste im ARD Hauptstadtstudio. Der SWR hatte den Fernsehfilm produziert.

Willkommen zuhause

Hauptdarsteller Ken Duken als Hauptgefreiter Ben Winter - Foto: SWRHauptgefreiter Ben Winter, gespielt durch Ken Duken, kehrt scheinbar unversehrt aus dem Afghanistan-Einsatz zurück. Doch er hat unsichtbare Wunden mitgebracht, auf die in der Heimat niemand vorbereitet ist. Ben, der ein Attentat überlebt hat, findet sich in seinem alten Leben nicht mehr zurecht und bringt es nicht fertig, das einzugestehen. Seine Freundin Tine, seine Eltern und Freunde wissen nicht, wie sie mit dem veränderten Ben umgehen sollen. Er ist unberechenbar geworden, sein Schweigen und seine Ausbrüche irritieren sie. Unfähig, über seinen Seelenzustand zu reden, isoliert Ben sich immer stärker. Erst durch die Begegnung mit der Nachbarin Lona, gespielt durch Ulrike Folkerts, die seinen prekären Zustand erkennt und ihm klarmacht, dass er an einem Trauma leidet, kann Ben zugeben, dass er Hilfe braucht. Ben begibt sich schließlich in die Behandlung des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg.

 

 

 

Anschließend wurde diskutiert

Auf dem Podium Generalmajor Bruno Kasdorf, Moderator Fritz Frey, Hauptfeldwebel Boris Schmuda sowie Oberstarzt Dr. Karl-Heinz Biesold im Gespräch. Foto: F.EggenNach der Filmvorführung diskutierte Moderator Fritz Frey auf dem Podium mit Generalmajor Bruno Kasdorf, Stellvertretender Befehlshaber Heeresführungskommando und Hauptfeldwebel Boris Schmuda, der am 19. Mai 2007 im Einsatz schwer verwundet einen Selbstmordanschlag in Afghanistan überlebte, sowie Bundeswehrpsychiater Oberstarzt Dr. Karl-Heinz Biesold, aus dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, der die Filmproduktion fachlich beriet.

Man stellte fest, dass das Ansehen der deutschen Soldaten in Deutschland hoch ist, aber die Leistungen und Opfer oft nicht genügend gewürdigt werden. Als Beispiel wurde das im Bau befindliche Mahnmal für gefallene Soldaten am Berliner Bendlerblock genannt. Es sei nicht möglich gewesen, für eine Parlamentsarmee ein Denkmal in der Nähe des Parlamentes zu errichten. Diese wohlwollende Verdrängung findet offenbar auch in der Bevölkerung statt. Dieser Film könnte hier eine Diskussion in Gang setzen.

„Willkommen zuhause“ ist der erste deutsche Fernsehfilm, der sich mit dem aktuellen Thema der Folgen von Auslandseinsätzen der Bundeswehr für die rückkehrenden Soldaten auseinandersetzt. Intensiv und realistisch thematisiert das Drama die Überforderung eines jungen Soldaten, dessen Psyche mit den Erlebnissen im Krisengebiet nicht fertig wird. Und die Überforderung seiner heimatlichen Umgebung, die in ihrer friedlichen Alltäglichkeit nicht damit rechnet, sich mit Kriegsfolgen auseinandersetzen zu müssen.

Das Drehbuch ist von Autor Christian Pfannenschmidt, Regie führe Andreas Senn und ist mit Schauspielerin Ulrike Folkerts, Mira Bartuschek und Ken Duken hochkarätig besetzt.

 

Der Film wird am Montag, den 2. Februar um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

Sehr sehenswert !

Tipp: Nach der Ausstrahlung ist ein Themenchat auf www.angriff-auf-die-seele.de geplant.

Trailer:

Download:

Weitere Informationen: