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Aktuelle Suizid-Statistik der US-Army
Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 16:40 Uhr

Logo: US-Army SuizidpräventionDie aktuelle Statistik der Suizide in der US-Army weisen bisher im Jahr 2010 zehn mögliche Suizide unter aktiven Soldaten im April aus, von denen bisher nur einer offiziell bestätigt werden werden konnte. Im März waren es 13 potentielle Selbsttötungen, vier davon sind inzwischen bestätigt. Im Vergleich dazu gab es unter Reservisten fünf mögliche Suizide im März und neun im April, wovon bei sieben noch das endgültige Untersuchungsergebnis aussteht.

Gleichzeitig musste die US-Army die Suizidrate aktiver Soldaten im Jahr 2009 auf nunmehr 163 nach oben korrigieren. Besonders unter Reservisten wird ein Anstieg der Suizide verzeichnet. Man vermutet, dass dies mit dem angespannten Arbeitsmarkt und der damit verbundenen Unsicherheit zusammenhängt.

Da die Ursachen für einen Suizid jedoch sehr komplex sein können, verstärkt die US-Army ihre Bemühungen, Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln und zu implementieren. Eine umfassende Übersicht über derzeit existierende Programme findet sich unter  US-Army: Suicide Prevention [http://www.armyg1.army.mil/hr/suicide/default.asp].

Bis 2007 war die Suizidrate der Bundeswehr stetig rückläufig. 2009 verzeichnete man 24 Selbsttötungen im Inland und einen im Auslandseinsatz, was den Trend der leicht ansteigenden Zahlen seit 2007 fortsetzt. Insgesamt liegt die Suizidrate in den deutschen Streitkräften mit durchschnittlich 13,9 Fällen pro 100000 Soldaten deutlich unter der der männlichen Gesamtbevölkerung in Deutschland (21, 8 Fälle pro 100000).

Bisher konnte keine auffällige Häufung von Suiziden nach Auslandseinsätzen beobachtet werden. Ursachen für Suizide werden vielmehr in privaten Gründen wie Partnerschaftsproblemen, Verschuldung, schwerer Krankheit und ähnlichem vermutet. Problematisch hinsichtlich der Bewertung der Zahlen ist allerdings, dass nicht differenziert wird, inwiefern ehemalige, bereits aus der Bundeswehr ausgeschiedene Soldaten, sowie Reservisten in der Statistik erfasst werden.

Besonders in Verbindung mit dem nicht selten verspäteten Einsetzen einer PTBS stellt dies eine deutliche Einschränkung der Interpretierbarkeit der Statistiken der Bundeswehr dar.


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Text: Liesa Dietl
Bild: US-Army