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Deutscher BundeswehrVerband gibt Zielvorgaben für besseren Schutz sowie mehr Fürsorge bekannt
Geschrieben von: Frank Eggen   
Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 21:14 Uhr

Logo Deutscher BundeswehrVerbandDer Deutsche Bundeswehrverband hat zum ISAF-Einsatz in Afghanistan Zielvorgaben an die Bundesregierung veröffentlicht. Dort wird die Einrichtung eines Trauma-Zentrums zur Therapie von PTBS-Erkrankungen gefordert. Ein Krisenmanager soll die Betreuung von im Auslandseinsatz verwundeten Soldaten besser koordinieren. Und der große Wunsch von Einsatzsoldaten nach besserer Kommunikation mit dem Heimatland sind dort aufgenommen worden.

Zitat Punkt 11:

Mit der koordinierten Betreuung von im Auslandseinsatz verwundeten Soldaten muss die Bundeswehr einen „Krisenmanager“ beauftragen. Dieser „Krisenmanager“ sollte auch die Aufgabe erfüllen, den Hinterbliebenen/Partnern von gefallenen Soldaten zur Seite zu stehen und ihnen Behördengänge etc. abnehmen. Die Einrichtung eines Trauma-Zentrums zur Therapie von PTBS-Erkrankungen, schon vom früheren Minister Jung angekündigt und ausdrücklich in die Koalitionsvereinbarung aufgenommen, sollte zudem endlich in die Tat umgesetzt werden.

Wenn verwundete Soldaten zurückkehren, geht es in erster Linie darum, dass sie wieder gesund werden. Weder sie noch die psychisch belasteten Angehörigen/Partner können Behördengänge erledigen, Telefonate führen etc.. Noch viel weniger sind diese Tätigkeiten den trauernden Angehörigen oder Partnern von gefallenen Soldaten zumutbar. Hier muss es einen vom Dienstgeber autorisierten Koordinator geben, der diese administrativ notwendigen Maßnahmen trifft und ständig als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung steht. Unsere Soldaten haben überdies Anspruch auf die bestmögliche Expertise zur Behandlung ihrer im Auslandseinsatz erlittenen Traumata.

Zitat Punkt 12:

Die Soldaten in den Einsatzländern müssen kostenlos mit dem Heimatland kommunizieren dürfen. Soldaten zahlreicher verbündeter Nationen haben die Möglichkeit, aus dem Einsatzland kostenlos oder zumindest -günstig mit der Heimat zu kommunizieren.

Diese Kontakte sind ein wichtiger Baustein zur Motivationsförderung. Bislang war es für deutsche Soldaten jedoch teuer und unkomfortabel, nach Hause zu telefonieren oder Mails zu schreiben. Die Neuausschreibung der Betreuungskommunikation bietet die Chance, dieses Defizit zu beseitigen.


Weitere Informationen auf den Seiten des Deutschen BundeswehrVerbandes:

Text: DBwV/Eggen

 

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