Home Informationen Aktuelles Namenlose Kämpfer
Namenlose Kämpfer
Geschrieben von: Redaktion   
Sonntag, den 15. November 2009 um 12:41 Uhr

Der TagesspFußpatrouille der Bundeswehr auf der Hauptstraße von Feyzabad (Foto: Martin Stollberg / IMZBw)iegel berichtete am 15. November 2009 den dem Volkstrauertag über Soldaten der Bundeswehr, die aus Afghanistan nach Hause kommen, und mit ihren Erlebnissen allein bleiben. In der Heimat stoßen sie auf Unverständnis und Ablehnung. Viele wollen deshalb anonym bleiben.

Marco S. ist ein 29-jähriger Offizier der Bundeswehr und erzählt von seinen Erlebnissen und Eindrücken. Er ist dieses Jahres von seinem viermonatigen Einsatz in Afghanistan nach Berlin zurückkehrt.

Viele Experten halten diesen Mangel an Empathie und Anerkennung, der heimkehrenden Soldaten entgegenschlägt, für ein deutschlandweites Phänomen.

"Denn über dreißig Jahre haben Politik und Bundeswehr dafür gesorgt, dass das Leitbild des Soldaten das eines „Bürgers in Uniform“ ist, der uniformiert im Straßenbild so gut wie nie und nur mal im Fernsehen bei Oder- und Elbehochwasser beim Sandsack-Schleppen zu sehen ist. „Nun, wo die jahrelange ,Kultur der Zurückhaltung‘ dem Prinzip der ,Verantwortung in der Welt‘ gewichen ist, rächt sich diese Verschleierungstaktik, und vielen Menschen wird erstmals schmerzlich bewusst, dass ein Soldat zum Töten ausgebildet wird“, sagt der Münchner Historiker und Publizist Detlef Bald, der mehrere Bücher über die Bundeswehr und ihre Geschichte geschrieben hat.", so der Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 15. November 2009.

Weitere Informationen im Internet:

Text: Eggen/Tagesspiegel
Foto: Martin Stollberg / IMZBw