Home Informationen Aktuelles US-Studie zeigt hohe Zahlen der posttraumatischen Belastungsstörung bei Veteranen
US-Studie zeigt hohe Zahlen der posttraumatischen Belastungsstörung bei Veteranen
Geschrieben von: Frank Eggen   
Mittwoch, den 30. September 2009 um 19:04 Uhr

Logo US Department of Veterans AffairsEtwa 37 Prozent der Heimkehrer leiden an psychischen Störungen. Nach dem US-Einmarsch in den Irak 2003 sollen die Traumatisierungen bei US-Veteranen stark gestiegen sein. Dieses meldeten US-Medien und berufen sich dabei auf eine aktuelle Studie des UC San Francisco und dem San Francisco Veterans Affairs Medical Center die in der 16. Juli Online-Ausgabe des American Journal of Public Health veröffentlicht wurde.

Die Daten von 289.328 Irak und Afghanistan-Veteranen aus dem Zeitraum vom 1. April 2002 bis 1. April 2008 wurden von den Forschern ausgewertet. Das sind etwa 40 Prozent der Irak- und Afghanistan-Heimkehrer. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) erhielten die Diagnose einer psychischen Störung.


Von diesen Diagnosen waren die größten Gruppen:

  • 21,8 % Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • 17,4 % Depression
  • 7 % Alkoholmisbrauch
  • 3 % Tablettenmissbrauch


Der leitende Autor Dr. Karen Seal bemerkte: „Besonders auffällig war die Erhöhung der psychischen Erkrankungen nach dem Beginn des Konflikts im Irak, insbesondere bei der Diagnose PTBS“.

Die steigende Zahl der Diagnosen wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt: Gefährliche und verwirrende Wesen des Krieges im Irak und in Afghanistan ohne definierte Fronten, die schwindende öffentliche Unterstützung und damit verbundene sinkende Moral der Soldaten, unberechenbare Bedrohungslagen und zunehmende Sensibilisierung der Öffentlichkeit für PTBS.


Ausführlicher Bericht in englischer Sprache >hier<


Weitere Informationen im Internet: