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US Rergierung vereinfacht die Anerkennung einer PTBS
Geschrieben von: Frank Eggen   
Mittwoch, den 26. August 2009 um 21:37 Uhr

Logo Department of Veterans AffairsEs ist beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit die US Regierung das Thema Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Soldaten behandelt. In einer neuen Verordnung sollen US Soldaten und Veteranen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung schneller und einfacher Hilfe erhalten. So soll der Nachweis der Erkrankung stark vereinfacht werden.

"Die verborgene Wunden des Krieges werden energischer angegangen und umfassender von unserer Regierung vorangetrieben, das ist für uns der richtige Weg in das 21. Jahrhundert", sagte Shinseki als Chef des US Veterans Affairs Department. In einer Pressemeldung des US Verteidigungsministeriums wird gemeldet, dass ein neuer Verordnungsvorschlag im Federal Register veröffentlicht wurde. In den nächsten 60 Tagen können Kommentare und Vorschläge zum neuen Verordnungsvorschlag eingesendet werden.

Diese neue Verordnung soll den Betroffenen die Anerkennung einer Posttraumatischen Belastungsstörung durch weniger Nachweise erleichtern.

Demnach ist für die Betroffenen kein Beweis mehr notwendig, dass Ihre Posttraumatische Belastungsstörung durch feindliche militärische oder terroristische Aktivitäten hervorgerufen wurde. Zukünftig soll es allein schon ausreichen, wenn ein Psychiater oder Psychologe bestätigt, dass der Hauptgrund der Erkrankung durch feindliche militärische oder terroristische Aktivitäten hervorgerufen wurde. Betroffene erhalten demnach einfacher und somit schneller Hilfe.

Das Veterans Affairs Department hat in den letzten 4 Jahren tausende neue Fachkräfte für den Bereich der psychischen Gesundheit eingestellt. Zudem wurde eine neue Suizidprävention Hotline installiert. Die US Army investiert 117 Millionen US-Dollar in ein neues psychologisches Präventionsprogramm.

Solche ähnlichen Regelungen währen auch in Deutschland wünschenswert. Aus den Erfahrungen mit Betroffenen kann ich bestätigen, dass zu viel Bürokratie und lange Verwaltungswege die Erkrankung negativ beeinflussen können. Zu den vorhanden Ängsten kommen dann oft noch zusätzliche Existenz- und Zukunftsängste. Ein jahrelanger Kampf um Anerkennung, höhe der Versorgung und Hilfe sollte den Betroffenen unbedingt erspart werden.


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Text: Frank Eggen/DoD/VA