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Haben wir zukünftig genug Leute, die sich darum kümmern können ?
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, den 28. Juli 2009 um 17:34 Uhr

Soldat bewacht das Kamp in Kundus (Quelle: IMZBw)Die Medien berichten über mögliche zukünftige Versorgungsengpässe bei der Behandlung psychisch erkrankter Soldaten. Dem Sanitätsdienst fehlt es an qualifiziertem Fachpersonal. Derzeit stehen ca. 100 stationäre Plätze für die Behandlung psychisch erkrankter Soldaten zur Verfügung. Das könnte bei der aktuellen Einsatzlage in Afghanistan schon bald nicht mehr ausreichen.

 

Nach Angaben des leitenden Psychiaters am Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Oberfeldarzt Dr. med. Peter Zimmermann , könnte es bald zu einem Engpass kommen . “Wenn es weiterhin mit Kampfeinsätzen und Anschlägen weiter geht, rechne ich damit, dass wir binnen des nächsten Jahres mehr Betten brauchen“, so Zimmermann.

 

Derzeit stehen insgesamt etwa ca. 100 Betten in den Bundeswehrkrankenhäusern in Berlin, Hamburg, Koblenz und Ulm für psychisch erkrankten Soldaten zur Verfügung.

Zudem wird im letzten Jahresbericht 2008 des Wehrbeauftragten berichtet, dass von 40 Stellen für Psychiater derzeit nur etwa die Hälfte besetzt ist.

Aktuell gibt es ca. 1200 registrierte Fälle von traumatisierten Soldaten. Allein 2008 wurden 225 Soldaten wegen PTBS in Bundeswehrkrankenhäusern behandelt.

In der Bundeswehr gibt es bei den Vorgesetzten immer noch falsche „Härte-Ideale“, diese werden aber aufgrund verstärkter Aufklärungsarbeit aber immer seltener.

 

Weitere Links im Internet:

 

Bild: Bundeswehr

 

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