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11 TIPPS für Traumatisierte
Geschrieben von: Dr. med. Peter Zimmermann   

Schild beschriftet mit 11 TippsHier finden Sie Tipps für Menschen nach Extrembelastungen, die sich in Jahren ärztlicher Erfahrung als nützlich erwiesen haben. Bitte nehmen Sie sich nur die Hinweise heraus, die zu Ihnen passen, diese sollte Sie dann aber ernstnehmen und regelmäßig üben.

Etwas Grundlegendes vorweg: Sie sind nicht verrückt! Aber nach einer Traumatisierung werden Sie nie wieder Derselbe sein wie vorher.

 

  1. Informieren Sie sich über die Folgen von Traumatisierungen!

    Lesen Sie Bücher und/oder sprechen Sie mit anderen Betroffenen!

  2. Treiben Sie täglich Sport!

    Bewegung hilft gegen Stress, Angst und bei Schlafstörungen.

  3. Verbessern Sie Ihren Schlaf!

    Tipps dazu demnächst auf dieser Seite. Manchmal sind vorübergehend auch Medikamente notwendig, diese haben heutzutage nur wenige Nebenwirkungen und machen nicht abhängig.

  4. Erlernen Sie ein Entspannungsverfahren!

    Sie erhalten eine Audiodatei über das Kontaktformular. Trainieren Sie täglich zwei bis drei Mal.

  5. Hände weg von Suchtmitteln!

    Wenn Sie etwas zur Beruhigung oder gegen Depression brauchen: wenden Sie sich an Ihren Arzt!

  6. Reden oder Schreiben hilft!

    Erklären Sie Ihrer Familie, warum Sie sich verändert haben und warum Sie mehr Ruhe brauchen als früher. Auch ein Tagebuch kann nützlich sein.

  7. Sorgen Sie für sich, das sind Sie sich selbst und Ihrem Dienstherrn schuldig!

    Legen Sie Pausen ein, machen Sie ganz bewusst Dinge, die Ihnen gut tun, belohnen Sie sich nach Anstrengung, schaffen Sie sich Freiräume, die nur Ihnen gehören!

  8. Erinnern Sie sich an Ihre Stärken!

    In vielen scheinbaren Schwächen liegen Stärken verborgen. Schaffen Sie Erinnerungsanker für Situationen, in denen Sie Erfolg hatten und denken Sie häufig daran!

  9. Seien Sie achtsam und aufmerksam!

    Entdecken Sie neue Seiten an sich selbst, beobachten Sie Ihre Umgebung und nehmen Sie bewusster wahr! Wie stehen Sie zu Natur, Ihrer Heimat, Kunst, Musik, Religion und Ihrer Kreativität?

  10. Setzen Sie Ihre Phantasie ein!

    Erfinden Sie einen Ort in Ihrer Phantasie, an dem Sie sich ruhig und sicher fühlen. Gestalten Sie ihn sorgfältig aus. Ziehen Sie sich in Gedanken dorthin zurück, wenn es Ihnen schlecht geht!

  11. Denken Sie über Ihr Soldat-sein nach!

    Seien Sie kritisch mit der Bundeswehr, aber auch fair. Verbitterung schadet vor allem Ihnen selbst. Tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit Kameraden aus.