| Ärzteblatt: Experten fordern höhere Akzeptanz für traumatisierte Soldaten |
| Geschrieben von: Redaktion |
| Freitag, den 28. Januar 2011 um 06:42 Uhr |
Experten aus Bundeswehr, Medizin und Ethik beklagen mangelnde Akzeptanz für Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). „Psychische Erkrankungen dürfen in der Bundeswehr kein Tabuthema sein“, forderte Fritz Günther, Referatsleiter im Amt des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, am 26. Januar 2011 in Hamburg
Weiter forderte Günther eine Reform des Anerkennungsverfahrens für Wehrdienstbeschädigungen. Derzeit würden zwei Drittel der Anträge traumatisierter Soldaten abgelehnt, kritisierte der Referatsleiter.
Auch die Direktorin des Zentrums für ethische Bildung in den Streitkräften (zebis), Veronika Bock, plädierte dafür, die Leistung der im Ausland eingesetzten Bundeswehrsoldaten mehr zu würdigen und die daraus resultierenden Belastungen für den einzelnen Soldaten ernst zu nehmen. „Das Thema PTBS geht uns alle an, es gehört in die Mitte der Gesellschaft“, sagte Bock.
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Bilder: IMZBw |


Experten aus Bundeswehr, Medizin und Ethik beklagen mangelnde Akzeptanz für Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). „Psychische Erkrankungen dürfen in der Bundeswehr kein Tabuthema sein“, forderte Fritz Günther, Referatsleiter im Amt des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, am 26. Januar 2011 in Hamburg
Der Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Oberstarzt Karl-Heinz Biesold, erklärte, Patienten mit PTBS litten unter starken Ängsten bis zur Todesangst sowie Depressionen, Schlaflosigkeit und wiederkehrenden Bildern und Zuständen, sogenannten Flashbacks.