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Neue Zahlen über PTBS-Fälle bei der Bundeswehr im Jahr 2010
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 20. Januar 2011 um 14:45 Uhr

Logo: StatistikNach aktuellen Angaben des Sanitätsdienst der Bundeswehr sind im Jahr 2010 offiziell 729 Soldaten der Bundeswehr an einer Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) erkrankt. Sie haben sich nach Rückkehr aus ihrem jeweiligen Einsatz in ärztliche Behandlung begeben.

Nach Angaben des Bundesministeriums der Verteidigung wurde im Dezember 2010 bei 56 Rückkehrern aus Afghanistan, fünf aus dem Kosovo und 13 aus anderen Einsatzgebieten PTBS diagnostiziert.

 

PTBS Zahlen - 1. Halbjahr 2010
EinsatzJanuarFebruarMärz April Mai Juni
KFOR 1 4 3 5 3 3
EUFOR 1 0 2 2 0 1
ISAF 40 38 49 39 56 57
Sonstige 0 2 1 5 3 1
Gesamt 42 44 55 51 62 62


PTBS Zahlen - 2. Halbjahr 2010
EinsatzJuli August SeptemberOktoberNovemberDezember
KFOR 3 5 1 3 7 5
EUFOR 0 0 0 0 0 0
ISAF 35 54 29 41 63 56
Sonstige 17 13 10 38 20 13
Gesamt 55 72 40 82 90 74

 

Insgesamt wurden damit im Jahr 2010 729 Soldaten mit einer PTBS Neuerkrankung und 368 Soldaten mit anderen einsatzbedingten psychischen Erkrankungen bei der Bundeswehr behandelt.

Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl genehmigter Präventivkuren in 2010 auf 3099. Die meist dreiwöchigen Kuren dienen belasteten Soldatinnen und Soldaten ohne Anzeichen einer therapiepflichtigen Erkrankung zur Regeneration.

Diese wichtige Möglichkeit der Vorbeugung existiert seit 1999. Die Kuren umfassen neben gruppenpsychotherapeutischen Sitzungen unter anderem Training der psychischen und sozialen Kompetenz sowie Einzelberatungen, Entspannungstherapien, physische Aktivitäten und Ruhe- und Erholungsphasen.

 

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Quelle: BMVg/SanDst