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Zahl traumatisierter Soldaten steigt weiter
Geschrieben von: Frank Eggen   
Mittwoch, den 10. November 2010 um 19:20 Uhr

Logo: StatistikenNoch nie seit Beginn der Auslandseinsätze der Bundeswehr mussten so viele deutsche Soldaten wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) behandelt werden. 483 Einsatzsoldaten wurden in den ersten drei Quartalen 2010 wegen einer PTBS offiziell behandelt.

Demnach lag die Zahl der 2010 offiziell bei der Bundeswehr behandelten PTBS-Soldaten in den ersten drei Quartalen bei 483 und ist damit bereits höher als im ganzen vergangenen Jahr. Die Häufigkeit der PTBS-Fälle habe zuletzt kontinuierlich zugenommen ­ (nach offiziellen Angaben) von 149 im Jahr 2007, 245 (2008), 466 (2009) auf 483 bis Ende September 2010. Etwa 80 Prozent der Betroffenen dienten in Afghanistan.

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, sagte der Mitteldeutschen Zeitung: "Dass die Rückkehr an der Seele verwundeter Soldatinnen und Soldaten zunimmt, verwundert nicht. Schließlich finden vermehrt Gefechte statt. Die Soldaten erleben nicht nur, dass der Kamerad neben ihnen verwundet wird oder fällt. Hinzu kommt das Selber-töten-Müssen." Er beklagte, dass es nicht genug Therapeuten gebe. Im Frühjahr waren von 42 psychiatrischen Dienstposten in der Truppe lediglich 24 besetzt.


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