Home Informationen Aktuelles Einsatzsoldaten sind weiterhin hohen Belastungen ausgesetzt. 147 PTBS-Fälle im ersten Quartal 2010
Einsatzsoldaten sind weiterhin hohen Belastungen ausgesetzt. 147 PTBS-Fälle im ersten Quartal 2010
Geschrieben von: Frank Eggen   
Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 09:52 Uhr

Logo: TraumabehandlungAls Folge der neuen Afghanistan-Strategie rechnet die Bundeswehr mit mehr traumatisierten Soldaten. Der geplante Einsatz im Rahmen des Partnering-Konzepts werde zu einer erhöhten Belastung und mehr psychischen Krankheiten führen.

Schon jetzt ist eine weitere Zunahme von einsatzbedingten Verwundungen und Verletzungen, insbesondere auch psychischen Erkrankungen zu verzeichnen. Hierunter leiden auch zunehmend Angehörige, Hinterbliebene und Reservisten.

Im ersten Quartal 2010 sind bei der Bundeswehr 147 PTBS-Fälle diagnostiziert worden. Zum Vergleich: Im Vorjahr gab es pro Quartal im Schnitt 116 entsprechende Diagnosen. Bereits von 2008 auf 2009 hatte sich die Zahl der PTBS-Fälle fast verdoppelt, von 245 auf 466.

Haupteingang des Bundeswehrkrankenhauses in Berlin (Quelle: BwK Berlin)Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg besuchte am Mittwoch, den 26. Mai 2010 das neue Forschungs- und Behandlungszentrum Psychotraumatologie und Posttraumatische Belastungsstörungen (Trauma-Zentrum) im Bundeswehrkrankenhaus Berlin.

Minister zu Guttenberg möchte sich im Trauma-Zentrum über Sachstand und Möglichkeiten der Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) informieren.

Vor wenigen Wochen, wurden die bisherige Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Bundeswehrkrankenhaus Berlin und Fachbereich Psychische Gesundheit im Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr zum Trauma-Zentrum fusioniert.


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Text: Eggen
Foto: BwK Berlin