| Anstieg verurteilter britischer Veteranen |
| Geschrieben von: Redaktion |
| Montag, den 28. September 2009 um 19:28 Uhr |
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Derzeit sitzen 8500 Veteranen in Gefängnissen in England und
Wales, 12 000 weitere ehemalige Armeeangehörige sind mit Bewährungsstrafen registriert, wie aus einer am Freitag bekanntgewordenen Studie
hervorgeht. Damit sind mehr als doppelt so viele Veteranen mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, als Soldaten des Königreichs in Afghanistan eingesetzt sind.
Derzeit sind 8,5 Prozent der Gefängnisinsassen ehemalige Soldaten. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt.
Der Verband der Bewährungshelfer kritisierte, dass die «große Mehrheit» der Veteranen keine angemessene Hilfe bekommt, wenn sie die Streitkräfte
verlassen. Viele Soldaten würden wegen der Erlebnisse in den Krisenregionen beim Ausscheiden aus der Armee unter post-traumatischem Stress, Depressionen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch leiden. Zumeist kam es zu Verurteilungen wegen Gewalt in den eigenen vier Wänden. Der Napo-Bericht basiert auf älteren Zahlen aus dem Jahr 2008 und 90 neuen Fallstudien aus dem Sommer 2009. Diese veranschaulichen die Verbindung zwischen Kampfeinsatz und Verrohung. Die 90 Soldaten haben in Nordirland, Bosnien, Irak und Afghanistan gedient. 57 wurden später für Gewaltanwendung verurteilt, die meisten für häusliche Gewalt. In weiteren zehn Fällen ging es um Missbrauch von Kindern. Die Hälfte litt unter Depressionen und posttraumatischem Stresssyndrom. Ein gutes Drittel hatte ein Alkoholproblem. Die Ergebnisse bestätigten eine ähnliche Napo-Umfrage unter Bewährungshelfern vom vergangenen Jahr. Weitere Informationen im Internet:
Foto: Jeffrey Chan/Flickr |


Sie riskierten für ihr Land ihr Leben und wurden später straffällig: Immer mehr ehemalige britische Soldaten, die in Konfliktregionen
gedient haben, kommen später mit ihrem Leben nicht zurecht und landen im Gefängnis.